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Schlagarten im Tennisspiel

Grundschlagarten

Die Grundschlagarten sind, wie auch bei anderen Rückschlagspielen, Vorhand, Rückhand und Aufschlag.

Vorhand

Bei der Vorhand (engl. forehand) wird der Tennisball auf der Seite der Schlaghand (bei einem Rechtshänder also rechts, bei einem Linkshänder links) gespielt. In der Regel wird der Vorhandschlag mit einer Ausholbewegung eingeleitet und der Ball idealerweise etwa hüfthoch seitlich vor dem Körper getroffen. Früher war auch der sogenannte Westerngriff verbreitet, bei dem der Tennisball weit vor dem Körper des Tennisspielers getroffen wird.

In der Regel wird die Vorhand einhändig gespielt und auch so gelehrt. Zu den wenigen Tennis-Spielern, welche die Vorhand beidhändig spielen, gehörten Monica Seles und Fabrice Santoro.

Rückhand

Bei der Rückhand (engl. backhand) wird der Ball auf der der Schlaghand gegenüberliegenden Seite (bei einem Rechtshänder also links, Linkshänder rechts) geschlagen. Ein Rückhandschlag kann sowohl einhändig als auch beidhändig ausgeführt werden. Die beidhändige Rückhand ist erst in den 1970er Jahren bekannt geworden. Anfängern wird diese häufig empfohlen, da die Durchführung einfacher zu erlernen ist als die einhändige Rückhand. Mittlerweile ist die beidhändige Rückhand auch unter Profispielern vorherrschend. Ausnahme ist der Rückhand-Slice, der meist einhändig geschlagen wird.

Aufschlag

Der Aufschlag (engl. Service) leitet den Ballwechsel ein. Aus einer Position hinter der Grundlinie muss der Tennisball für den Gegner sichtbar hochgeworfen und in das gegenüberliegende Aufschlagfeld geschlagen werden. Die Linien gehören zum Aufschlagfeld. Ein Überschreiten oder die Berührung der Grundlinie vor dem Treffen des Tennisballs ist regelwidrig. Jeder aufschlagende Tennisspieler hat zwei Versuche; nach erfolglosem zweiten Versuch gehört der Punkt dem Gegner. Nach einem Spielsatz wechselt das Aufschlagrecht. Der Aufschlag kann, wie bei einem Grundlinienschlag, je nach taktischer Auslegung mit unterschiedlicher Rotation gespielt werden. Man unterscheidet dabei zwischen einem flachen und schnellen Aufschlag mit nur geringem Vorwärtsdrall, einem Topspin- und einem Slice-Aufschlag.

Den günstigsten Schlagwinkel und dadurch die höchste Ballgeschwindigkeiten erreicht man, wenn der Tennisball über Kopfhöhe geworfen und am höchst möglichen Punkt getroffen wird. Im modernen Herrentennis werden mit dem ersten Aufschlag oft Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht. Der aktuelle Weltrekord wird vom Australier Sam Groth mit 263 km/h. gehalten.

Ballrotation

Während des Schlages kann der Spieler die Rotation des Tennisballes beeinflussen, die wiederum die Flugkurve und das Absprungverhalten des Balles bestimmt. Man unterscheidet hierbei Drive (kaum Eigenrotation), Topspin (Rotation in Flugrichtung) und Slice (Rotation entgegen der Flugrichtung).


Drive

Ein Drive ist ein Grundschlag mit nur geringer eigener Rotation des Tennisballes. Dieser bei Anfängern und Hobbyspielern übliche Schlag ist der intuitivste und kraftsparendste. Er hat durch seine flache Flugkurve den Nachteil, dass kraftvollere Schläge nicht mehr im Feld aufkommen und sein Absprungverhalten für den Gegner am wenigsten problematisch ist.

 

Topspin

Die häufigste Schlagvariante im modernen Tennis ist der Topspin. Topspin beschreibt eine Vorwärtsrotation des Balles. Dieser bewirkt eine stärkere Krümmung der Flugkurve und ein verändertes Absprungverhalten. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass auch schnelle, hoch, oder extrem diagonal gespielte Bälle noch im Feld aufspringen und den Gegner in Schwierigkeiten bringen. Eine Spielweise mit Topspin erfordert neben guter Technik auch deutlich mehr Kraft.

Slice

Beim Slice erfährt der Ball eine Rückwärtsrotation (engl. backspin). Dadurch kann der Tennis-Ball sehr flach über das Tennis-Netz fliegen und springt beim Auftreffen auf den Boden kaum mehr ab. Er kann einerseits als Vorbereitungsschlag für einen Netzangriff dienen, da er dem Spieler, bedingt durch den längeren Flug des Balles, mehr Zeit verschafft ans Tennisnetz vorzurücken. Andererseits kann der Slice dazu verwendet werden, sich aus einer Defensivsituation heraus Zeit zu verschaffen, etwa bei der Annahme eines harten Aufschlags. Zudem kann er für eine Variation des Spieltempos benutzt werden, um den Gegenspieler aus dem Rhythmus zu bringen. Ein Slice kann meist nur langsam gespielt werden, da er durch die flache Flugkurve ansonsten ins Aus „segelt“.


Strategische Schläge im Tennisspiel

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